Ignoranz oder kaltes Kalkül?
Am Mittwochabend verabschiedeten die Räte des Sebnitzer Stadtrates die sogenannte „Sebnitzer Erklärung”, in welcher sie Dr. Johannes Müller, seines Zeichens Stadtrat für die NPD in Sebnitz und seine Mutter Barbara Müller (dito), aufforderten, Stellung zu den „gewaltsamen Exzessen” zu nehmen, welche am 13. Februar diesen Jahres in der Innenstadt von Pirna stattfanden. Dr. Johannes Müller wird in diesem Zusammenhang explizit als „Chef des NPD-Kreisverbandes Sächsische Schweiz” - das Osterzgebirge ließ man gleich mal geflissentlich unter den Tisch fallen - genannt.
Daß Dr. Johannes Müller seit dem 17. November 2009 schon gar kein „Chef” mehr ist, scheint man entweder nicht mitbekommen zu haben, oder man läßt es, wie das Osterzgebirge, mal fix unter den Tisch fallen. Jedenfalls wählte am genannten 17. November 2009 der Kreisverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in einer ordentlichen Kreisverbandssitzung den Sebnitzer Hartmut Gliemann (kein Inhaber eines Mandates) zum neuen Vorsitzenden. Ob dies den Parlamentariern in Sebnitz und zugleich natürlich auch der Sächsischen Zeitung, welche hier offenbar nicht durch absonderlich intensive Recherchearbeit glänzte, klar ist bzw. war als man den Artikel in der heutigen Ausgabe (26. Februar 2010)zusammenschrieb, erschließt sich uns freilich nicht.
Man kann es aber entweder als absolute Ignoranz von SZ-Artikelautor Möckel, der seine beruflich bedingte Neutralität noch nie sehr ernst nahm, wenn es um die NPD ging, oder einfach nur kaltes Kalkül um mal wieder die Trommel „gegen Rechts” zu rühren, bezeichnen, was im Landkreis und auch darüber hinaus immer gut ankommt.
Zur Nachlese hier nochmals die NPD-Meldung zur erfolgreichen Vorstandswahl im November. Damit es auch die Letzten noch verstehen am Ende noch als Verweis:
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Neuer Vorstand des NPD-Kreisverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Am 17. November 2009 wurde auf der ordentlichen Sitzung des NPD-Kreisverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Sebnitz ein neuer Vorstand gewählt.
Mit großer Mehrheit wurde zunächst Hartmut Gliemann (Sebnitz) zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Von ebenfalls über 90 % der Stimmberechtigten wurden Michael Jacobi (Reinhardtsdorf-Schöna) sowie Dirk Abraham (Freital) zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt; damit stellen beide „Altkreise” je einen Stellvertreter.
Der alten Schatzmeisterin J. Jahn (Freital) wurde erneut das Vertrauen ausgesprochen, ebenso Carmen Steglich (Königstein), der alten und neuen Geschäftsführerin.
Zu Beisitzern wurden in alphabetischer Reihenfolge Andreas Börner (Sebnitz), Steffen Konkol (Rathmannsdorf), Manfred Nitzsche (Dippoldiswalde), Klaus Rackow (Struppen), Dr. Olaf Rose (Pirna), Thomas Sattelberg (Pirna) und Olaf Schiller (Pirna) gewählt.
Sehr herzlich wurde dem alten Kreisvorsitzenden, Dr. Johannes Müller (Sebnitz), für sein langjähriges Engagement gedankt. Aufgrund stärkerer beruflicher und familiärer Belastungen, sowie gewachsener parlamentarischer und landesverbandlicher Aufgaben, stellte sich Dr. Müller nicht zur Wiederwahl als Kreisvorsitzender, steht aber auch weiterhin dem Kreisverband und dem neuen Vorstand mit Rat und Tat zur Seite.
Dr. Olaf Rose
Pressesprecher des NPD-Kreisverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge”
http://www.npd-saechsische-schweiz.de/wordpress/?p=94

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